Warum Karl-Heinz Rummenigge die DFL kritisiert

Die älteren Leser werden sich vielleicht noch an die Worte von Altbundeskanzler Helmut Schmidt erinnern: „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, sagte Schmidt in den 80er Jahren über die Wahlkampfstrategie seines Kontrahenten Willy Brandt. Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge kann an Visionen hingegen nichts Negatives finden. Im Gegenteil: Ihm fehlt bei der DFL die Vision.

Karl-Heinz-Rummenigge

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Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge von Rekordmeister Bayern München hat erneut Kritik an der Deutschen Fußball Liga (DFL) geübt. „Mir fehlt ein bisschen die Vision: Wo will die Liga hin, und wie will sie am Ende des Tages dorthin kommen“, sagte der 62-Jährige beim Vereinssender fcbayern.tv.

Dass bei der DFL eine Strukturreform angedacht sei, bewertete Rummenigge als „guten Ansatz“. Allerdings müsse die Liga „den Worten auch Taten folgen lassen“.

Mit Blick auf die 50+1-Regel und das Solidaritätsprinzip bei der Verteilung der TV-Gelder erklärte Rummenigge, man versuche, sich in Deutschland „eine eigene Kultur zu schaffen. Diese im globalen Wettbewerb aufrechtzuerhalten, wird nicht einfach.“

DFL-Präsident Reinhard Rauball hatte am Montag seinen Rückzug für das nächste Jahr angekündigt und im Zuge dessen eine Strukturreform beim Dachverband der 1. und 2. Bundesliga angeregt.

[Quelle: SID]

 

Über den Autor

Moritz @Fussballbuzz

Moritz ist der Chefredakteur von Fussballbuzz.de. Bereits seit 2006 bloggt er, seit 2010 auch über Fußball und seit 2017 bei Fussballbuzz.de.