Real Madrid: 35-Millionen Mann Courtois erneut nur Bankdrücker

Nach dem zweiten Spieltag führt Real Madrid mit sechs Punkten aufgrund des besseren Torverhältnisses La Liga an. Soweit so gut. Jedoch hält sich der bisherige Beitrag von Belgiens Nummer Eins Thibaut Courtois (25) mehr als in Grenzen.

Thibaut Courtois

Real Madrids neuer Trainer Julen Lopetegui setzte gegen den FC Girona gleich drei WM-Stars überraschend auf die Bank. Der kroatische Vize-Weltmeister Luka Modric wurde erst nach 77 Minuten eingewechselt, Weltmeister Raphael Varane kam erst nach einer Stunde für Marcelo ins Spiel und der belgische Keeper Thibaut Courtois – im Sommer als designierte neue Nummer eins für 35 Millionen Euro vom FC Chelsea London verpflichtet – war erneut nur Ersatztorwart, was erneut die größte Überraschung in der noch jungen Saison ist.

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Bei der WM konnte sich der Belgier reihenweise auszeichnen, wurde zum besten Torhüter gewählt und führte seine Mannschaft zum dritten Platz. Unter großer Beachtung wechselte er anschließend vom FC Chelsea in die spanische Hauptstadt. Die „nur“ 35 Millionen Euro Ablöse, die Real bezahlen musste, wurden öffentlich als großer Coup gefeiert. Als dann Keylor Navas im Supercup gegen Atlético (2:4 n.V.) zumindest bei einem Gegentreffer keine glückliche Figur machte, titelte die „Marca“ zum Bild des patzenden Torhüters: „Das ist der Grund, warum Real Courtois verpflichtet hat.“

Navas hat nun aber das Vertrauen von Lopetegui gerechtfertigt. In beiden Liga-Spielen blieb er fehlerfrei, gab der Mannschaft Sicherheit und bot keinerlei Angriffsfläche, ihn in Zukunft aus dem Tor zu nehmen. Wird aus dem 35-Millionen-Coup mit Courtois doch ein 35-Millionen-Missverständnis?

So lange Lopetegui damit Erfolg hat, dürften die Kritiker lediglich hinter vorgehaltener Hand protestieren – doch schon bei der ersten Pleite droht mächtig viel Ärger!

Über den Autor

Oliver N.

Oliver ist Redaktionsleiter von Fussballbuzz.de. Seit über 10 Jahren arbeitet Oliver als Redakteur und Autor für verschiedene Fußballblogs: Zuletzt bei einem Blog über die wirtschaftliche Seite der Fußballbranche.