Kommentar: TSG Hoffenheim – Mehr als nur ein Projekt von Dietmar Hopp

Glaubt man dem eingefahrenen Fußballfan, hängt die TSG Hoffenheim immer noch am Tropf von Dietmar Hopp. Betrachtet jedoch auch der größte Skeptiker genau die wirtschaftliche Situation der Kraichgauer, fällt eines auf: die TSG schreibt schwarze Zahlen! Und das nicht erst seit gestern.

Alexander-Rose-Julian-Nagelsmann

TSG-Sportdirektor Alexander Rosen (links) und Cheftrainer Julian Nagelsmann

Das Vorhaben, irgendwann nicht mehr von Hopp abhängig zu sein, ging schneller auf als gedacht. Immer wieder werden Spieler gewinnbringend verkauft. Beste Beispiele hierfür sind vor allem Roberto Firmino, Kevin Volland und zuletzt Niklas Süle. Über 80 Millionen wurden hier eingenommen. Bei einem Transfereinsatz von etwas mehr als 5 Millionen! Immer wieder gelingen Sportdirektor Alexander Rosen Transfercoups.

Und dabei vergisst der Verein keinesfalls die eigene Jugendarbeit. Hier wird sehr solide gearbeitet und ordentlich investiert. Gerade der vergangene Donnerstag im Spiel der Europa League gegen Ludogorets Rasgrad hat gezeigt, welch großes Potenzial noch im eigenen Nachwuchs schlummert. Zudem wurden auch diese Saison wieder junge Spieler wie Akpoguma, Posch und vor allem Dennis Geiger ins kalte Wasser Bundesliga geworfen – sie haben sich schon bewährt.

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Da müssen auch die größten „Hasser“ der TSG neidlos anerkennen, dass hier ganz starke Arbeit verrichtet wird. Und das mittlerweile ganz ohne Onkel Dietmars Hilfe, wie doch immer wieder gerne geschrieben wird. Die TSG von 1899 ist ganz klar ein Verein auf dem Vormarsch. Und eben nicht nur ein Projekt…