FA Cup: Videobeweis feiert gelungenes Debüt

Beim 2:1-Erfolg von Brighton & Hove Albion gegen Crystal Palace feierte ein alter Bekannter aus der Bundesliga seine Premiere auf englischem Boden: der VAR (Video Assistant Referee) kam zu seinem ersten Einsatz in einem Pflichtspiel!

Video-Assistent-England

In einer hart umkämpften Partie zwischen den beiden Abstiegskandidaten aus der Premier League in der 3. Runde des FA Cups, durfte Schiedsrichter Andre Marriner zum ersten Mal in vollem Umfang auf den in Deutschland viel umstrittenen Videobeweis zurückgreifen. Die wohl modernste Innovation des Fußballs erhält somit nun auch Einzug in den ältesten Vereinswettbewerb im Fußball.

Anzeige:

In der Premier League steht den Schiedsrichtern bisher lediglich die Torlinien-Technologie zur Verfügung, ein Umstand, der sich nun schrittweise ändern soll. Der nächste Einsatz des VAR soll bereits am Mittwoch im Hinspiel des Carabao Cup-Halbfinals zwischen Chelsea und Arsenal stattfinden. Somit wird das System in dieser Saison in beiden Pokalwettbewerben einer Testphase unterzogen.

Wie die Technologie in England aufgenommen wird, bleibt abzuwarten. Ein erfolgreiches Debüt gab es aber schonmal: beim 2:1-Siegtor durch Glenn Murray (87.) wurde die umstrittene Tor-Entscheidung des Schiedrichters bestätigt. Obwohl Murray auf den ersten Blick den Ball mithilfe des Arms über die Linie zu bugsieren schien, waren sich am Ende alle Beteiligten einig, dass es letztlich doch der Oberschenkel des Mittelstürmers war.

Crystal Palace-Coach Roy Hodgson zeigte sich nach der Niederlage einsichtig: “Aus unserer Perspektive sah es für die ganze Welt nach einem Handspiel aus,[…], aber ich glaube nicht, dass er den Ball damit berührt hat. Nachdem ich es diverse Male nach dem Spiel gesehen habe, glaube ich, dass die richtige Entscheidung getroffen wurde und ich gratuliere ihnen.”