Borussia Dortmund Transfer-Ticker: BVB an „Unruhestifter“ Hatem Ben Arfa interessiert?

06.06.2018: Hatem Ben Arfa

Borussia Dortmund ist offenbar an einer Verpflichtung des französischen Mittelfeldspielers Hatem Ben Arfa interessiert. Wie die „L’Equipe“ berichtet, soll der neue BVB-Coach Lucien den 31-jährigen auf seiner Wunschliste stehen haben.

Ben Arfa

Der gebürtige Tunesier spielte 2015 eine glänzende Saison beim französischen Erstligisten aus Nizza. Als Favre Nizza übernommen hat, wechselte Ben Arfa zum Ligakonkurrenten nach Paris. Dort machte er jedoch nur noch außerhalb des Spielfeldes auf sich aufmerksam, sportlich konnte er nie richtig von sich überzeugen.

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Nach einem Interview, in dem er massiv den PSG-Trainer Unai Emery kritisiert hatte, wurde er aus dem Profikader suspendiert. Auf seinem Twitteraccount hatte Ben Arfa den Jahrestag dieser Suspendierung mit einem Foto gefeiert, das ihn strahlend vor einer Torte mit einer Kerze zeigte.

Immer wieder war der Hochtalentierte Ben Arfa vereinslos, weil er bei seinem jeweiligen Verein in Ungnade gefallen war. Nach der Verbannung aus dem Profikader hat PSG seinen Vertrag auch nicht mehr verlängert. Aktuell ist er also wieder ohne Verein und demzufolge ablösefrei. Seinen Marktwert hat er während seiner Paris-Zeit auf rund fünf Millionen Euro halbiert.

Der offensiv ausgerichtete Mittelfeldspieler könnte dem BVB durchaus helfen. Allerdings fehlt ihm aktuell nicht nur ein ganzes Jahr Spielpraxis, ihm fehlt auch ein Jahr kontinuierliches Mannschaftstraining. Hinzu kommt, dass er mit 31 Jahren schon zu den älteren Spielern gehört. Die größte Ungewisse ist jedoch sein Temperament, das ihm selbst während seiner gesamten Profikarriere immer wieder im Weg gestanden ist.

Ben Arfa kann in Dortmund funktionieren und bei Mario Balotelli hat Lucien Favre auch schon bewiesen, dass er als Trainer mit charaktervollen Spielern zurechtkommt. Die Gefahr ist dennoch groß, dass Ben Arfa beispielsweise genau dann für Unruhe sorgt, wenn es beim BVB mal nicht so rund laufen sollte.

Ob sich dieses Risiko lohnt? Klar, er wäre ablösefrei zu haben und mit seiner Vorgeschichte wäre er sicherlich auch bei den Vertragsverhandlungen in Sachen Gehaltsforderung nicht in einer Topposition. Aber Unruhe ist das Letzte, was die Borussia bei ihrem selbstausgerufenen Neuanfang brauchen kann.

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Über den Autor

Jürgen @Fussballbuzz

Jürgen schreibt bereits seit Jahren für unterschiedliche, reichweitenstarke Fußball-Portale. Bei Fussballbuzz.de ist Jürgen Spezialist für aktuelle Transfer-News.